- Genauer Test zur Ermittlung des Kupfergehaltes in Süß- und
Meerwasseraquarien
- Abstufung der Werte: 0,15; 0,3; 0,45; 0,8; 1,2; 1,6; 2,0 mg/l
- uch zur Überprüfung des Leitungswassers, das kein Kupfer enthalten sollte
- Hilft bei der Dosierung kupferhaltiger Heilmittel und Präparate, da der
Cu-Gehalt nie 0,3 mg/l übersteigen darf und zu geringe Dosierungen keine
Heilwirkung bewirken
Das JBL Kupfer Test Set Cu dient zur Messung und routinemäßigen Kontrolle des
Kupfergehaltes in Süß- und Meerwasseraquarien, sowie Leitungswasser innerhalb
eines Bereiches von 0,15 – 2 mg/l (ppm). Durch ein eigens von JBL entwickeltes
Kompensationsverfahren lassen sich auch in leicht gefärbtem Wasser, wie z. B.
bei Torffilterung und Krankheitsbehandlung, zuverlässige Ergebnisse erzielen.
Kupfer als Medikament
Da höhere Organismen, z. B. Fische mehr Kupfer „vertragen“ als primitive
Organismen, nutzt man Kupfer zur Bekämpfung parasitärer Erkrankungen bei
Fischen. Klassisches Anwendungsgebiet ist die Behandlung von Oodiniumbefall bei
Fischen im Süß- und Meerwasser. Hier ist ein Gehalt von 0,3 mg/l einzuhalten (z.
B. mit JBL Oodinol). Dieser Gehalt sollte gut überwacht werden, da bei
geringerem Gehalt kein Heilungserfolg zu erwarten ist, und bei Überschreiten
dieses Gehaltes die Fische gefährdet sind.
Je nach Härte des Wassers verbindet sich Kupfer mehr oder weniger stark mit den
Härtebildnern zu Kupfercarbonat und fällt aus. Dies geschieht besonders schnell
im Meerwasser. Das ausgefällte Kupfercarbonat lagert sich am Boden des Aquariums
ab. Dieses kann unter bestimmten Umständen (pH-Änderung, CO2-Düngung, Tätigkeit
von Mikroorganismen) wieder in Lösung gehen. Nach mehreren Behandlungen kann
sich eine so erhebliche Menge Kupfer ansammeln, die, wenn sie wieder in Lösung
geht, zu tödlichen Fischvergiftungen führen kann. Aus diesem Grund sollten
Behandlungen mit kupferhaltigen Mitteln immer in einem Quarantänebecken
erfolgen!
In Meerwasseraquarien mit Korallen und anderen wirbellosen Tieren darf Kupfer
niemals in höheren Mengen als zur Deckung des Bedarfs als Spurenelement (z.B.
mit JBL TraceMarin) eingesetzt werden!
Woher kommt Kupfer?
Außer dem bereits erwähnten Einsatz als Medikament gegen parasitäre Erkrankungen
kann Kupfer vor allem über das Leitungswasser ins Aquarium gelangen. Zur
Wasserinstallation wurden und werden häufig Kupferleitungen verwendet. Auch in
Warmwasserbereitern befinden sich in der Regel Kupferleitungen. Steht das Wasser
längere Zeit in solchen Leitungen, können sich erhebliche Mengen Kupfer lösen.
Auch bei Verwendung von Regenwasser, das über Kupferdachrinnen geflossen ist,
besteht die Gefahr eines Kupfereintrags ins Aquarium. Kupferhaltige
Metallgegenstände, z. B. Leitungsfittings aus Messing oder Rotguß oder gar
Pumpen mit Gehäusen oder Kreiseln aus diesem Material dürfen niemals in Aquarien
eingesetzt werden. Viele der in der Aquaristik verbreiteten Bekämpfungsmittel
gegen Schnecken und Algen enthalten ebenfalls Kupfer. Hier gilt das oben über
die Anwendung von Medikamenten gesagte entsprechend.
Wie entfernen?
Größere Kupfermengen, die sich durch Anwendung kupferhaltiger Mittel als Depot
im Bodengrund des Aquariums angesammelt haben, sind nur durch totales Ausräumen
und Verwerfen des kompletten Bodengrundes zu entfernen.
Regelmäßige Anwendung eines Wasseraufbereiters, der Schwermetalle bindet, wie z.
B. JBL Biotopol bietet Sicherheit bei Kupfereintrag aus der Hausinstallation
oder bei Verwendung von Regenwasser. Um Spitzenwerte zu vermeiden, empfiehlt es
sich, das Wasser aus der Leitung vor Verwendung zunächst einige Minuten ablaufen
zu lassen. Bei Regenrinnen aus Kupfer sollte das Wasser erst etwa eine Stunde
nach Beginn des Regens aufgefangen werden. Zur Anwendung von Wasseraufbereitern
wäre noch zu erwähnen, daß Schwermetalle (Kupfer u. a.) dadurch nicht aus dem
Wasser entfernt, sondern nur mit einer schützenden „Hülle“ versehen werden und
so den Fischen nicht mehr schaden können. Mit der Zeit werden sie dann als
Spurenelemente von den Pflanzen etc. verbraucht. Legt man Wert auf eine echte
Entfernung, so sollte man, ca. 1 Stunde nach Anwendung des Wasseraufbereiters
über eine leistungsfähige Aktivkohle (z. B. JBL Carbomec activ) filtern, die man
einen Tag später aus dem Filter entnimmt und verwirft. Die mit der Hülle des
Wasseraufbereiters versehenen Schwermetalle werden von der Aktivkohle adsorbiert
und so durch die Entnahme der Kohle aus dem Filter entfernt. Schwermetalle ohne
die beschriebene Hülle können durch Aktivkohle nicht entfernt werden.
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