Was ist Ozon?
Ozon ist eine besondere Form des Sauerstoffs. Normalerweise verbinden sich zwei Sauerstoffatome zu einem Molekül. Das Ozonmolekül dagegen besteht aus einer losen Verbindung von drei Sauerstoffatomen.
Wenn dieses Molekül zerfällt, werden neue Reaktionspartner gesucht. Alle Wirkungen, die Ozon auf den biochemischen Reaktionsablauf im Aquarium ausübt, beruhen auf seiner starken oxidierenden Wirkung. Ozon ist das stärkste technisch verfügbare Oxidationsmittel. Gleichzeitig ist es das umweltfreundlichste, denn es besteht nur aus drei Atomen Sauerstoff und trägt keine andere Chemikalie ins Aquarienwasser ein.

Der Einfluß des Ozons auf den Keimgehalt
Eine sehr wichtige Eigenschaft des Ozons ist seine entkeimende Wirkung. Ozon ist in der Lage, bei Anwendung sehr geringer Konzentrationen eine keimtötende Wirkung gegenüber Viren, Bakterien sowie anderen Krankheitserregern zu entfalten. In einem Aquarium kann es allerdings nicht Sinn der Ozonanwendung sein, ein steriles Wasser zu erreichen. Das wäre für Fische und niedere Tiere nicht erträglich.
Die für die Aquarientechnik gelieferten Ozonisatoren sind so ausgelegt, das überschießende Kulturen von Krankheitserregern abgetötet werden, ohne allerdings eine totale Sterilität erreichen zu können. Auf diese Weise lebt der Fisch in einem gesunden, aber doch biologisch belebten Wasser.

Wie dosiere ich Ozon richtig?
Als Faustregel für die Größe oder Leistungseinstellung eines Ozonisators kann man von etwa 10 mg Ozon pro 100 l Aquarienwasser ausgehen. Dies ist ein Erfahrungswert, der sich im Laufe vieler Jahre als brauchbar erwiesen hat. Nun gibt es allerdings in der modernen Aquaristik viele spezialisierte Aquarianer, die es genau wissen müssen und definierte Wasserbedingungen für ihre Tiere benötigen. In diesem Fall empfiehlt sich ein Redoxpotential Meß- und Regel-Gerät.

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